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Lachse
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Lachse Forellen Saiblinge Äsche

 

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Lachse.....

.....zwei Gattungen lang gestreckter Fische, deren Körper von kleinen Zykloidschuppen (abgerundeten, glattrandigen Schuppen) bedeckt ist. Lachse besitzen eine charakteristische Fettflosse zwischen Rückenflosse und Schwanz. Sie gehören zur Familie der Lachsähnlichen mit vielen beliebten Speisefischen, etwa Forellen, Huchen, Äschen und Saiblingen. Lachse leben sowohl im Süß- als auch im Salzwasser der kühleren Regionen der Nordhalbkugel. Viele kehren zum Laichen vom Meerwasser ins Süßwasser zurück, und die Jungfische wandern vom Süßwasser ins Meer. Alle Arten aus der Familie der Lachsähnlichen zeichnen sich durch einen bemerkenswert spezifischen Wanderinstinkt aus: Jede Generation kehrt zum Ablaichen an genau denselben Ort zurück wie die jeweils vorherige Generation (siehe Wanderungen von Tieren). Selbst jene Arten, die nicht vom Süß- ins Salzwasser wandern, laichen in denselben Quellflüssen wie ihre Vorfahren. In der Regel handelt es sich bei den Laichgründen der Lachse um klare Bäche mit Kies- und Felsuntergrund.

Vor der Fortpflanzungszeit, die je nach Art variiert, sind die Vertreter der Lachsähnlichen zwar im Allgemeinen recht einheitlich gefärbt, doch zur Laichzeit entwickeln sie leuchtende Färbungen; außerdem verändern sie etwas ihre Körpergestalt. Die Männchen bekommen während dieser Zeit gewöhnlich eine hakenförmige Schnauze und einen buckeligen Rücken. Vor der Paarung hebt einer der Eltern ein Nest für die Eier aus; wenn die Eier abgelegt und befruchtet sind, wirbelt das Weibchen Erde und Steine vom Gewässerboden auf, um die Eier damit als Schutz zu bedecken. Nach zwei bis sechs Wochen – je nach Lachsart und Wassertemperatur – schlüpfen die Jungen. Während der Wanderungen und der Nestbauaktivitäten nehmen weder Weibchen noch Männchen Nahrung zu sich. Die Arten aus der Familie der Lachsähnlichen ernähren sich von kleineren Fischen, Krebstieren und Insekten.

Der Atlantischer Lachs.....

.....oder Salm, die zweit größte Art dieser Familie, zeichnet sich durch ein wohlschmeckendes, oft orangerot gefärbtes Fleisch aus. Die Lachse aus dem Nordatlantik, die zu Speisezwecken verkauft werden, wiegen durchschnittlich sieben Kilogramm, aber es wurden schon über 45 Kilogramm schwere Exemplare gefangen. Im späten Frühjahr oder im Frühsommer wandert der Atlantische Lachs in kalte Süßgewässer; er legt dabei eine mittlere Strecke von etwa sechs Kilometern am Tag zurück, wobei er durch seinen Geruchssinn geleitet wird. Die wandernden Lachse verfügen über erhebliche Fettreserven. Durch ihre Fähigkeit, bis zu fast vier Meter aus dem Wasser springen zu können, überwinden sie auf ihrem Weg zu den Laichgewässern viele Hindernisse, etwa Stromschnellen und Klippen. Höhere Wasserfälle passieren sie, indem sie während des Aufstiegs durch schnelle Schwanzschläge in der Strömung erneut Schwung holen. Flusswehre hindern sie allerdings oftmals an der Fortführung ihrer Wanderung. In Mitteleuropa legen die Weibchen im November oder Dezember bis zu 20 000 Eier. Nach der Eiablage sterben die weitaus meisten Lachse, nur sehr wenige schwimmen wieder flussabwärts, kehren ins Meer zurück und machen eine zweite oder dritte Laichwanderung.

Die frisch geschlüpften Jungen haben an ihren Körperseiten dunkle Querbinden (sie werden im Englischen als parrs oder brandlings bezeichnet). Sie bleiben in Mitteleuropa ein bis zwei Jahre im Süßwasser, in Nordeuropa bis fünf Jahre. Ab dem Alter von einem Jahr bezeichnet man sie als Sälmlinge. Zu diesem Zeitpunkt haben sich die Jungen silbrig verfärbt und sind auch als Blanklachse (englisch smolts) bekannt, sie begeben sich als 10 bis 20 Zentimeter lange Fische ins Meer, wo sie ein bis vier Jahre bleiben. Bei seiner ersten Rückkehr zu den Laichplätzen bezeichnet man den Atlantischen Lachs im Englischen als grilse, nach dem Laichen als kelt. Ältere Männchen, die zu den Laichgründen wandern, nennt man Hakenlachse (im Englischen dog salmons), weil sie einen hakenförmig gebogenen Kiefer aufweisen; insbesondere die größeren Tiere tragen unterseits ein rötliches Hochzeitskleid.

Einige Unterarten des Atlantischen Lachses leben in den Seen der nördlichen Vereinigten Staaten in Kanada, aber auch in Schweden ohne je das Meer aufzusuchen; sie sind als Binnenlachse bekannt. Binnenlachse laichen ebenfalls in Flüssen und wandern zurück in die Süßwasserseen, wo sie geschlechtsreif werden. Binnenlachse sind meist weitaus kleiner als die ins Meer wandernden Lachse und erreichen nur ein Gewicht von höchstens 16 Kilogramm. Die beiden bedeutendsten Binnenlachspopulationen sind der so genannte Sebago salmon, der von New Hampshire bis New Brunswick vorkommt, sowie eine als Ouananiche bezeichnete Form aus dem kanadischen See Lac Saint-Jean.

Pazifische Lachse.....

.....die im Nordpazifik vorkommenden Lachse – insgesamt sechs Arten einer Gattung – sind durch kleine Schuppen und eine breite Afterflosse gekennzeichnet. Sie laichen in amerikanischen oder asiatischen Flüssen. Sie sterben stets nach der ersten Ablage und Befruchtung ihrer Eier. Die bekannteste und wertvollste Art ist der Königslachs , der auch als King, Quinnat oder Chinook bezeichnet wird, es handelt sich dabei um die größte Lachsart der Welt. Vermarktete Exemplare dieses Fisches wiegen im Durchschnitt etwa neun Kilogramm, es sind aber mehr als anderthalb Meter lange und über 60 Kilogramm schwere Individuen belegt. Der Königslachs wandert weiter als jede andere Lachsart und legt auf dem Weg zu seinen Laichgründen im Binnenland oft Strecken von 1 500 bis 3 000 Kilometer zurück. Die Jungfische schlüpfen im Allgemeinen innerhalb von zwei Monaten aus den Eiern; wenn sie fünf bis siebeneinhalb Zentimeter lang sind, schwimmen sie zum Meer. Der Blaurückenlachs (Rotlachs) ist eine weitere wertvolle Art, ebenso der Silberlachs, dessen Fleisch hellrosa gefärbt ist. Der bis 95 Zentimeter lange Silberlachs wandert im Yukon River mehr als 2 000 Kilometer flussaufwärts. Weitere im Pazifischen Becken verbreitete Lachse sind Ketalachs (Hundslachs), Buckellachs und Masulachs (Kirschlachs). Der maximal einen Meter lange Ketalachs spielt im nördlichen Kanada als Wintervorrat für Menschen und Hunde eine wichtige Rolle. Der Buckellachs kann eine Länge von 75 Zentimetern erreichen, den Männchen wächst während der Wanderung ein Buckel.

Angler gehen mit Rute und Rolle auf Lachsfang; als Köder verwenden sie in der Regel künstliche Fliegen oder Spinnköder. Die kommerzielle Lachsfischerei arbeitet in viel größerem Maßstab unter Verwendung von Fallen und speziellen Netzen, um die Fische auf dem Weg zu ihren Laichgründen zu fangen. Die Lachs verarbeitende Industrie ist einer der bedeutendsten Industriezweige an der russischen und der amerikanischen Pazifikküste. Um den zahlenmäßigen Rückgang der wandernden wilden Lachse auszugleichen, der durch den Bau von Dämmen und aufgrund von Überfischung verursacht wurde, setzt der US Fish and Wildlife Service jährlich Milliarden von Lachseiern und Junglachsen aus Fischzuchten an natürlichen Laichplätzen aus und baut Fischtreppen, um die flussaufwärts gehende Reise der erwachsenen Lachse zu erleichtern. Der jährliche Fang in den Vereinigten Staaten beträgt im Mittel ungefähr 135 Millionen Kilogramm; 60 Prozent davon werden zu Konserven verarbeitet.

Systematische Einordnung.....

.....Lachse gehören zur Familie Salmonidae. Sie bilden die beiden Gattungen Salmo und Oncorhynchus. Der Atlantische Lachs heißt wissenschaftlich Salmo salar, Pazifische Lachse bilden die Gattung Oncorhynchus. Der Quinnat oder Königslachs trägt den Namen Oncorhynchus tschawytcha, der Blaurückenlachs Oncorhynchus nerka, der Silberlachs heißt Oncorhynchus kisutch, der Ketalachs wird Oncorhynchus keta genannt, der Buckellachs Oncorhynchus gorbuscha und der Masulachs heißt Oncorhynchus masou.

 

 

 

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Stand: 05.04.09