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Kochen
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Kocher.....

.....sind auf einer Expedition ein überaus wichtiger Ausrüstungsgegenstand, sicherlich ist es möglich warmes Essen ebenso über einem Lagerfeuer zuzubereiten, nur ist es zum einen äußerst uneffektiv für eine schnelle Tasse Tee oder Kaffe am Morgen erst ein Lagerfeuer entzünden zu müssen, zum anderen werden wir wohl auch Gebiete durchqueren, in denen wir nur schwer oder überhaupt nicht die Möglichkeit haben ein Lagerfeuer zu entzünden, z.B. oberhalb der Baumgrenze. Es gibt eine ganze Reihe an verschiedenen Bauformen und Wirkprinzipien bei Kochern, z.B. Gaskocher, Benzinkocher, Trangia (Spiritus), Feststoffbrenner, Mehrstoffkocher. Auf Grund der dünnen Besiedelung und der sehr schwach ausgeprägten Infrastruktur In Kamtschatka und der damit für uns im Moment noch unklaren Versorgungssituation mit Brennstoffen haben wir uns für einen Mehrstoffkocher und zwar das Modell Omnifuel der schwedischen Firma Primus entschieden. Dieser Kocher vereint für uns mehrere Vorteile in sich, zum einen gilt er als äußerst zuverlässig, zum anderen lässt er sich so ziemlich mit mit allem befeuern, was an Brennstoffen denkbar ist, sogar die überaus komfortablen Gaskartuschen können benutzt werden, wenn wir in Petropavlovst tatsächlich welche bekommen werden. Mit diesem Kocher sollten wir im äußersten Osten Russlands wohl am wenigsten Probleme bekommen und eigentlich immer einen möglichen Brennstoff auftreiben können. Bleibt für uns aber immer noch ein Problem, da wir nicht in der Lage sind größere Mengen an Brennstoffen mitzuführen werden wir zu einem großen Anteil auf dem Lagerfeuer kochen.     

  
 

Mehrstoffkocher
aus Outdoorwiki, der freien Wissensdatenbank
Als Mehrstoffkocher bezeichnet man die Kocher, die mehr als einen Brennstoff verbrennen können, z.B. also nicht nur Gas/Benzin, sondern auch andere verschiedene Benzine, Diesel, Kerosin, und einige andere flüssige Brennstoffe (kein Spiritus).


Die Vorteile eines Mehrstoffkochers sind u.a.:

Große Auswahl an Brennstoffen, infolge dessen Unabhängigkeit von einem einzelnen Brennstoff, z.B. Gas
Brennstoff bekommt man fast überall auf der Welt
Breites Anwendungs- Spektrum bzw. das ganze Jahr über mit verschiedenen Brennstoffen ohne größere Probleme verwendbar
Gute Heizleistung mit verschiedenen Brennstoffen
höhere Betriebssicherheit von Diesel/Petroleum/Kerosin/Heizöl durch die geringere Entflammbarkeit im Vergleich zu Benzin/Gas/Spiritus.

Die Nachteile eines Mehrstoffkochers sind u.a.:

Lautstärke
Aufwändige Konstruktion, man sollte etwas handwerkliches Geschick für einen solchen Kocher besitzen
Teilweise aufwändige Wartung
Verschleißteile

Die genannten Nachteile treten jedoch bei "normalen" Benzinkochern auch auf, so das diese Nachteile nur im Vergleich zu Gas- bzw. Spirituskochern zu sehen sind.

Zusammenfassend kann man sagen, das sich Mehrstoffkocher besonders für lange Touren/Expeditionen/Reisen in abgelegene Winkel der Welt, wo die Brennstoffversorgung z.B. von Gas nicht gewährleistet werden kann und u.U. auch Autotreibstoffe (Benzin/Diesel u.ä.) als Brennstoff verwendet werden können, eignen.

Mehrstoffkocher haben eine relativ aufwendige Konstruktion, diese unterscheidet sich jedoch nur sehr geringfügig von Benzinkochern. Außerdem sind die meisten angebotenen Modelle seit Jahren bewährte und robuste Modelle (z.B. selbst reinigende Schütteldüsen, oder Universaldüsen für verschiedene Brennstoffe), so dass die Wartung und Reparatur hier relativ einfach ist. Es gibt übrigens auch Gaskartuschenadapter für einige der Kocher. Gerade der Vorteil der Verwendung von schwerer entflammbaren Stoffen ist ein entscheidender Sicherheitsvorteil. Trotzdem sollte der Umgang mit einem Mehrstoffkocher, wie übrigens mit jedem Kocher, geübt werden und jeder Handgriff sitzen.
 

Bezeichnung Brennstoff
Benzin Petroleum Diesel Gas
Coleman Multifuel 550-499 x x    
MSR XGK-2 x x x  
MSR Dragonfly x x x  
MSR Whisperlite x x    
Primus MFS x x (x) x
Primus Omnifuel x x x x
Primus Varifuel x x x  
Primus Gravity MF x x    
Optimus Nova x x x  

 

Gaskocher
aus Outdoorwiki, der freien Wissensdatenbank

Es können folgende Bauarten unterschieden werden:

Aufsatzkocher: Diese Kocher werden direkt auf eine Gaskartusche aufgesetzt und die Kartusche dient als Standfuß. Je nach Ausführung werden bis zu 7000 Watt Heizleistung erreicht.
Externe Gaszufuhr: Bei diesen Kochern wird das Gas über eine flexible Leitung zum Brenner geführt. Vorteil ist ein niedrigerer Schwerpunkt des Brenners. Dadurch kann der Kochtopf + Brenner nicht so leicht umfallen.
Bei beiden Ausführungen sind Modelle mit Piezozündung (elektromechanische Funkenerzeugung) erhältlich.

Brennstoffe für Gaskocher
Gaskocher werden in der Regel mit einem Butan/Propangemisch im Verhältnis 70/30 betrieben. Einige Hersteller vertreiben auch Kartuschen mit Isobutan und versprechen sich davon einen größeren Wirkungsgrad bei Kälte oder geringerem Luftdruck.

Siedepunkt Butan: ca. -0,5°C, Dampfdruck (21°C): ca. 2,1 bar

Siedepunkt Isobutan: ca. -12°C, Dampfdruck (21°C): ca. 3,1 bar

Siedepunkt Propan: ca. – 42°C, Dampfdruck (21°C): ca. 8,7 bar

Verfügbarkeit
Gaskartuschen bekommt man, allerdings in verschiedenen Bauformen, in vielen Ländern. Ungefähr richten kann man sich nach dieser Faustregel: in französischsprachigen Länder bekommt man Campinggaz, in englischsprachigen Coleman, im skandivnavischen Raum Primus und in den reichen Ländern zusätzlich noch Snow Peak.

Anschlusssysteme
Es sind mindestens vier verschiedene Anschlüsse/Systeme üblich:

Stechkartusche (ca. 220g): Einfachste und weit verbreitete Form. Nach Anschluss an Kocher/Lampe nicht wieder zu entfernen. Nicht 100 % dicht. Adapter von Stechkartusche auf Schaubanschlüsse verfügbar.
Schraubkartusche (Markill, Primus, Baumarkt, ...) (ca. 125g / 220g / 425g): Selbstverschließende Ventilkartusche, teilweise minimale Fertigungsunterschiede bei den Herstellern, Kompatibilität nicht garantiert.
Schraubkartusche (Coleman, MSR) (ca. 125g / 220g / 425g): Selbstverschließende Ventilkartusche.
Bajonettkartusche (Campingaz) (ca. 125g / 220g / 425g): eher selten verfügbar in Ländern außerhalb Mitteleuropas. Adapter auf Schraubanschlüsse verfügbar.
Es gibt inzwischen Adapter, um Schraubkartuschengeräte sowohl mit Stech- als auch mit Bajonettkartuschen betreiben zu können:

Markill Ventilkartuschenadapter: Schraubanschluss auf Bajonettkartusche
Markill Stechkartuschenadapter: Schraubanschluss auf Stechkartusche
 

Gasverbrauch
Den Gasverbrauch im Voraus annähernd genau abzuschätzen gehört zu den weniger beliebten Punkten einer Reiseplanung. Meist hat man zuviel oder zu wenig Gas dabei.
Dazu sollte man sich Gedanken machen für was man den Kocher benötigt: Kaffee/Tee, Essen kochen bzw. wärmen, Schnee schmelzen. Im Artikel Kochervergleich werden reale Gasmenge dargestellt. Herstellerangaben sind eher als Laborwerte anzusehen.

Durch Einsatz eines Windschildes (Alufolie, Platten, Steine) oder durch spezielle Kochtöpfe kann der Wirkungsgrad deutlich verbessert werden.

Tipps und Tricks
Wenn durch niedrige Außentemperaturen nur ein verminderter Gasdruck zustande kommt, können folgende Tricks angewendet werden:

Kartusche auf den Kopf stellen (Flüssiggasbetrieb): Funktioniert nur bei Gaskochern mit Heizschleife.
Vorwärmen von wenig Wasser in einem geeigneten Topf, in welchen dann die Kartusche gestellt wird.
Wärme-Knickpads, wieder verwendbar: Durch Kristallisationswärme im Pad wird die Gaskartusche gewärmt.

Benzinkocher
aus Outdoorwiki, der freien Wissensdatenbank
Neben den Gas-, den Hehrstoffkochern und Feststoffkochern ist im Outdoorbereich der Benzinkocher noch weit verbreitet.

Benzinkocher verdampfen in einer Vorheizschleife das flüssige (unter Druck stehende) Benzin und verbrennen dann den dadurch entstehenden Benzindampf.

Somit ist bei den allermeisten (Ausnahme Snow Peak) Benzinkochern ein Vorheizen notwendig, dass bis zu einer Minute dauern kann. Im Regelfall lässt man eine kleine Menge Brennstoff in die Brennkammer oder auf ein Trägergewebe ausströmen und entzündet dieses dann. Während dieser Zeit brennt der Kocher mit einer hohen, rußigen, orangefarbenen Flamme. Sobald die Betriebstemperatur der Heizspirale und des Gehäuses erreicht ist (meist auch erkennbar an einer Veränderung der Flamme von oben beschriebener Flamme zu einer niedrigen, hellblauen, mit fauchendem Geräusch einhergehenden Flamme), kann man die Benzinzufuhr wieder aufdrehen und den Kocher benutzen.

Spirituskocher (Trangia)
ist eine sehr schöne Idee und kommt wie viele der bewehrten Kochermodelle ebenfalls aus Schweden, dabei wir ein Brenner, ein Windschutz und ein oder mehrerer Topfe zusammen in einem Set integriert. Es handelt sich dabei um das gleiche Prinzip wie die Brenner unter den Warmhaltebehältern für warme Buffets in der Gastronomie. Dieses System ist sehr einfach und absolut bewährt. Für unsere Expedition halte ich diese Kocher leider ebenso wie Gaskocher für unbrauchbar, da die Beschaffbarkeit von geeigneten Brennstoffen äußerst fraglich ist.

 

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Copyright © 2006 Kamtschatka 2006 Expedition
Stand: 05.04.09