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Rafting
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Rafting

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Rafting – ursprünglich von Raft (englisch: Floß) – ist eine in Mitteleuropa seit Mitte der 80er-Jahre populär gewordener Freizeitsportart. Bei dieser Wassersportart wird mit einem Schlauchboot ein Fluss befahren. Gewöhnlich befährt man Wildwasser verschiedener Schwierigkeitsgrade.

Dank der mittlerweile recht hoch entwickelten Sicherheitsmaßnahmen der überwiegend kommerziellen Anbieter ist Rafting ein verhältnismäßig sicheres Freizeitvergnügen geworden. Abhängig vom Zielgebiet existieren teils recht rigide Sicherheitsmaßgaben öffentlicher Institutionen für die Anbieter: Das reicht von der Prüfungspflicht für Unternehmer und Bootsführer über die regelmäßige Abnahme der Boote bis zu klaren Vorschriften, was die mitzuführende Ausrüstung angeht.

Rafting kann eine gefährliche Sportart sein, wenn die üblichen Sicherheitsregeln nicht eingehalten werden. In der Vergangenheit kam es deswegen immer wieder zu Unfällen, die jedoch überwiegend im Rahmen privater Fahrten zustande kamen. Generell empfiehlt es sich, sich vor der Buchung einer Raftingtour mit dem Sicherheitskonzept des Anbieters auseinanderzusetzen. Art und Umfang der Ausrüstung und die Qualifikation des Bootsführers sind hier die wesentlichen Kenndaten.

Rafts gibt es gewöhnlich für 4 bis 12 Personen. Sie bestehen aus sehr robustem, mehrlagigem gummierten Gewebe mit mehreren unabhängigen Luftkammern. Die Länge variiert i. d. R. zwischen 3,50 m und 6 m, die Breite zwischen 1,80 m und 2,50 m. Zu differenzieren ist zwischen verschiedenen Bootsformen, in Europa ist das symmetrische, mit dem Stechpaddel am Heck gesteuerte Raft am gebräuchlichsten. Weitere Typen sind das asymmetrische, floßrudergestuerte Raft und das symmetrische Raft mit zentraler Ruderanlage (Oars). Vorwärts bewegt werden Rafts mit dem Stechpaddel. Eine Sonderform, das aufblasbare Kajak (Ducky), wird mit dem Doppelpaddel vorwärts getrieben.

 
Rafting imRafting im Val di Sole, Italien Val di Sole, Italien

Rafting wird großteils über kommerzielle Anbieter als Freizeitsport betrieben. Einige Kanusportvereine bieten ebenfalls Rafting an. Außerdem gibt es den relativ unbekannten Rafting-Wettkampfsport.

Wie alle Natursportarten steht Rafting im Konflikt zwischen Naturschutz und Naturnutzung. Insbesondere zwischen Anglern und Raftingsportlern kam es in der Vergangenheit häufiger zu Problemen, die jedoch größtenteils durch Kompromisslösungen wie Beschränkungen der jährlichen und täglichen Befahrungszeiten beigelegt werden konnten.

Differenzen gab und gibt es teilweise auch mit privaten oder in Vereinen organisierten Kanusportlern, die sich in der Freiheit ihrer individuellen Sportausübung gestört fühlen. Zudem widerspricht der kurze und käufliche Thrill einer kommerziellen Raftingtour der üblichen Philosophie des Wildwasser-Kanusports. Es sind jedoch auch viele Raftguides (Bootsführer) selbst Kajakfahrer.

Einige Kanusportler beklagen sich über Raftinganbieter, die in Zusammenarbeit mit Gemeinden und Tourismusverbänden Bagger- und Sprengarbeiten in Flussbetten vornehmen, um Sicherheitsrisiken im Fluss zu beseitigen. De facto haben diese Maßnahmen in aller Regel nur kurz Bestand, da ein Flussbett permanenten Veränderungen unterliegt und Eingriffe häufig mit dem nächsten Hochwasser wieder zunichte gemacht werden.

Rafting als Wirtschaftsfaktor in vielen alpinen Regionen trägt dazu bei, dass die weitere Verbauung von Flüssen zur Energiegewinnung unterbleibt und die Flüsse so auch dem Kanusport erhalten bleiben. Mittlerweile werden diese Naturlandschaften vor allem in Tirol durch Kraftwerksprojekte gefährdet.

 

Wildwasserschwierigkeitsskala

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Die Wildwasserschwierigkeitsskala dient zur Bewertung der Schwierigkeit eines Wildwassers für Kanusportler und Rafter. Künstliche Einbauten in Flüssen (Wehre, Fischtreppen) sind keine Wildwasser und werden nicht bewertet. Dennoch können künstliche Einbauten lebensgefährlich sein.

Man unterscheidet bei der International Canoe Federation (ICF) sechs, mit römischen Zahlen nummerierte Schwierigkeitsgrade: Von WW I »unschwierig« bis WW VI »Grenze der Befahrbarkeit«.

Definition gemäß dem Deutschen Kanu Verband und ICF:

Grad I II III IV V VI
im Wort unschwierig mäßig schwierig schwierig sehr schwierig äußerst schwierig Grenze der Befahrbarkeit
Sicht frei freie Durchfahrten übersichtliche Durchfahrten Durchfahrten nicht ohne weiteres erkennbar, Erkundung meist nötig Erkundung unerlässlich im allgemeinen unmöglich, bei bestimmten Wasserständen eventuell fahrbar, hohes Risiko
Wasser regelmäßiger Stromzug,
regelmäßige Wellen,
kleine Schwälle
unregelmäßiger Stromzug,
unregelmäßige Wellen,
mittlere Schwälle,
schwache Walzen, Wirbel, Presswasser
hohe, unregelmäßige Wellen,
größere Schwälle,
Walzen, Wirbel, Presswasser
hohe andauernde Schwälle,
kräftige Walzen, Wirbel, Presswasser
extreme Schwälle,
extreme Walzen, Wirbel, Presswasser
Flussbett einfache Hindernisse einfache Hindernisse im Stromzug, kleinere Stufen einzelne Blöcke, Stufen,
andere Hindernisse im Stromzug
Blöcke versetzt im Stromzug, höhere Stufen mit Rücksog enge Verblockungen, hohe Gefällstufen mit schwierigen Ein- und Ausfahrten

Bewertungen von Gewässern nach der Wildwasserschwierigkeitsskala unterliegen permanenter Veränderung. Da Fortschritte in der Fahrtechnik und Weiterentwicklungen der Ausrüstung das Befahren von immer schwierigeren Gewässern ermöglichen, verschiebt sich die Bewertung regelmäßig. Abweichend von ähnlichen Schwierigkeitsskalen (z. B. im Klettersport), die Erweiterungen nach oben vorsehen, sind Bewertungen nach der Wildwasserschwierigkeitsskala stets vom Zeitpunkt der Bewertung abhängig. Des Weiteren können sich die Schwierigkeitsgrade je nach Wasserstand von den angegebenen Bewertungen erheblich unterscheiden.

 

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Stand: 05.04.09