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Schuhe
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Schuhauswahl
Blasenbildung, Schmerzen, die Wanderung wird zur Qual. Damit dies nicht vorkommt, sollte man sich zunächst folgende Frage beim Wanderschuhkauf stellen:
Für welches Einsatzgebiet brauche ich den Schuh? Geht es nur um eine Sonntag-Nachmittag-Wanderung? Oder bewege ich mich im weglosen Gelände im Firn, Geröll oder vielleicht auch auf dem Gletscher? Trage ich die Schuhe nur für wenige stunden, oder bin ich tage- oder gar wochen-lang auf meine Schuhe angewiesen? Um die Auswahl der richtigen Schuhe zu erleichtern, entwickelte die Firma Meindl eine Klassifizierung ihrer Schuhe im Hinblick auf den Anwendungsbereich. Diese Kategorisierung wurde auch von anderen Schuhherstellern übernommen.

  Einsatzgebiet Weg Schuh steigeisenfest?
A Freizeit, Spaziergang Gute Wege, Parkanlagen Bequemer Allrounder & Lightwalker nein
A/B Leichte Wanderungen im Flachland, Mittelgebirge oder in den Voralpen Gute und weniger gute Wege, Hüttenwege Leichte Wander- und Trekkingschuhe nein
B Anspruchsvolle Wanderungen im Mittelgebirge, leichte Trekkingtouren Abseits befestigter Wege, auch schlechte Steige Klassische Trekkingschuhe mit Eignung zur Dauerbelastung nein
B/C Anspruchsvolle Trekking- und Wandertouren bis in das Hochgebirge Schlechte Pfade, Geröll, Klettersteige Feste Trekkingschuhe Geeignet für Leichtsteigeisen/Grödeln
C Touren im Hochgebirge, auf Gletschern, härteste Trekkingtouren Gletscher, schlechte Wege, weglos, Geröll, Klettersteige Feste Alpinstiefel Bedingt steigeisenfest
D Hochalpin, selektive Gletscher-, Eis- und Firntouren Weglos, Gletscher, Eistouren extrem, Eisklettern Steigeisenfeste Alpinstiefel absolut

Damit ist der erste Schritt bei der Schuhauswahl getan: Auswahl des Schuhtyps im Hinblick auf das Einsatzgebiet. Weitere Faktoren, die beim Schuhkauf entscheidend sind:
Außenmaterial: Leder oder Kunstfaser? Leder ist robust, stabil und weitgehend wasserdicht. Nachteile: Es ist schwer und trocknet langsam. Empfehlenswert bei Schuhen für anspruchsvolle Bergtouren. Kunstfaser (Cordura o. Ä.) sind leicht und robust, aber nicht wasserdicht. Zu empfehlen sind diese bei leichten Unternehmungen im Gebirge.
Hinweis: Bei den modernsten Bergstiefeln werden häufig die beiden o.g. Materialien kombiniert.
Nähte: Je weniger Nähte der Schuh besitzt, desto länger hält er und desto wasserdichter ist er.
Auf Zwischensohle achten, die die Dämpfungsfunktion erfüllt.
Die Laufsohle sollte griffig sein. Die Vibramsohle ist die absolute Nr. 1 auf dem Sohlenmarkt.
Anpassen der Schuhe
Die Schuhgrößen variieren von Hersteller zu Hersteller, so dass man mehrere Schuhe anprobieren sollte. Die Schuhhersteller benutzen auch unterschiedliche Leisten – dadurch wird das Endprodukt auch unterschiedlich breit. So gelten z. B. Lowa-Schuhe als schmal, die von Hanwag dagegen als breit.
Beachten Sie, dass die Füße während der Wanderung anschwellen. Deshalb sollte man die Schuhe beim Kauf nach einem längeren Spaziergang anprobieren. Probieren Sie den Schuh auf einer Teststrecke aus und lassen Sie ihn mindestens 10 Minuten an.
Die Ferse muss im Schuh fest sitzen und darf nicht herumrutschen.
Die Zehen sollen ca. 1 cm Bewegungsfreiheit haben und auch beim Bergabgehen nicht vorne anstoßen. Der übrige Fuß bleibt fest fixiert.
Nach dem Kauf sollen die Schuhe auf Spaziergängen, dann immer längeren Wanderungen eingelaufen werden.
Empfohlene Schuhe
Für leichte Trekkingtouren (bis 2 Stiefel) sind Hiking-Schuhe (Kategorie A/B) empfehlenswert. Sie sind leicht, flexibel und bequem. Der Innenschuh ist meistens gut gepolstert, so dass man sie nicht einzulaufen braucht. Nachteil: Im Knöchelbereich sind sie weniger stabil. Wenn Sie also leicht umknicken, greifen Sie lieber zu einem stabileren B-Schuh.
Für mittelschwere und schwere Trekkingtouren (bis 3 Stiefel) empfiehlt es sich, einen B/C- oder C-Schuh zu nehmen. Sie bieten mehr Stabilität und Wasserfestigkeit, dafür sind sie schwerer und steifer.
Bei Gletscher- und hochalpinen Touren sowie Expeditionen (ab 3-4 Stiefel) sollte die Entscheidung auf einen D-Schuh fallen. Dieser ist steigeisenfest, steif und bietet ausreichende Wärmeisolierung für anspruchsvolle Unternehmungen im Gebirge. Nur dieser Schuh gewährleistet hohen Gehkomfort beim Steigeisengehen: Die Kipphebel-Steigeisen sind optimal fixiert und rutschen nicht weg.
Schuhpflege
Imprägnieren Sie Ihre Schuhe, bevor es zum ersten Mal auf Tour geht. Für Glatt- und Nubuklederschuhe verwendet man Mittel auf Wachsbasis – sonst greift man zum Imprägnierungsspray.
Nach jeder Tour werden die Schuhe gesäubert, damit der Dreck nicht ins Leder und in die Nähte einzieht, was zur Austrocknung und anschließend zum Materialverschleiß führen kann.
Zum Trocknen sollen die Schuhe nicht direkt an einer Wärmequelle abgestellt werden, da das Material so brüchig wird. Um die Trocknung zu beschleunigen, öffnet man die Schuhe möglichst weit und nimmt die Einlegesohle heraus.
Die Schuhe sollten an einem dunklen, trockenen und kühlen Ort aufbewahrt werden.
Socken
Bei feuchten Füßen wird die Hornschicht aufgeweicht, so dass sich leicht Blasen bilden können. Um dieses zu vermeiden, sollte man Socken verwenden (z. B. Coolmax), die Feuchtigkeit aufnehmen und dadurch den Fuß trocken halten. Ein zweites Paar Socken leistet gute Dienste für alle, die stark an den Füßen schwitzen.

 

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Stand: 05.04.09