[Firmenlogo-Bild]

Home Nach oben Feedback Inhalt Suchen Kontakt Impressum

 

Software
Zurück Nach oben

 

Energie Foto GPS Karten Kompass Licht Software

 

Die Planung einer Expedition, in ein uns vollkommen unbekanntes Gebiet, mit einer fremden Sprache, einer fremden Kultur, dass dazu noch auf dem logistischen Stand von vor etwa 70 Jahren steht ist nicht unbedingt leicht. Kamtschatka war bis zu Beginn der 90ziger Jahre des letzten Jahrhundert für die westliche Welt ein
"Terra incognita". Es war militärisches Sperrgebiet und für Ausländer tabu, selbst für Bürger der ehemaligen Sowjetunion war es nicht einfach nach Kamtschatka zu reisen. Nach dem Zerfall der Sowjetunion hat Russland die scharfen Beschränkungen gelockert und dieses Gebiet für Besucher aus der ganzen Welt bedingt zugänglich gemacht.

 Sicherlich es gibt inzwischen Tourismus in Kamtschatka und wir sind auch nicht die ersten, die dieses wunderbare Refugium der Natur auf unserem Planeten besuchen werden. Nur wollen wir eben gerade nicht auf  den "ausgetretenen Pfaden" der In- und Ausländischen Reiseagenturen wandeln und uns nicht per Helikopter zu den Flüssen unserer Wahl fliegen lassen.
Die ganze Planung der Expedition wurde durch den Umstand, dass Fernando in Wien in Österreich und ich in Sitzendorf in Thüringen wohne nicht gerade einfacher. So stellte wohl das Internet noch vor dem Telefon das wichtigste Hilfsmittel bei der Planung der Expedition dar. Dies gilt für die Informationsbeschaffung über die Gegend, die Ausrüstung usw. vor allem auch für die Planung selber.

Neben dem Internet leistete uns die folgende Software bei der Planung der Expedition mehr als nur gute Dienste!

 

Karte im OziExplorer

 

Beim OziExplorer handelt es sich um eine Software, mit deren Hilfe es möglich ist Kartenmaterial, dass in Papierform vorliegt zu scannen und anschließend wie auch Kartenmaterial welches in Form von Pixelgrafiken vorliegt einzulesen und anschließend zu kalibrieren. Dabei ist es wichtig, das "Karten Datum" und die exakten Koordinaten des Materials zu kennen (dies war bei dem russischen Kartenmaterial, dass uns vorlag leider nicht immer der Fall. Zusätzlich bietet Oziexploere die Möglichkeit des Einlesens einiger elektronischer Karten, da es so etwas aber für Kamtschatka (noch) nicht gibt hatte diese Möglichkeit für uns keine weitere Bedeutung. OziExplorer arbeitet mit gängigen GPS-Geräten und was fast noch wichtiger ist auch mit Google Earth zusammen. So ist es möglich die Routen und Tracks im OziExplorer direkt in den Karten zu planen und anschließend in Google Earth zu überprüfen. Diese Möglichkeit habe ich mir vor allem zu nutze gemacht, um Kartenmaterial ohne eine Koordinatenangabe zu kalibrieren.

Fazit: Hätte Neumann, die Software nicht schon erfunden müsste sie erfunden werden! Ich kann allen die ähnliche Aktionen wie wir planen die Anschaffung der Software nur empfehlen.

 

Zhupanova Tour in Google Earth

Google Earth bietet ebenfalls die Möglichkeit des Planens von Tracks und Wegpunkten, anders als OziExplorer aber nicht auf Basis von Landkarten Material sondern an Hand von Satteliten Bildern. Leider gibt es hier noch eine sehr unterschiedliche Qualität der Auflösung. So gibt es Regionen der Erde, die so gut erfasst sind, dass man die Autos auf den Strassen sieht, die Farbe und fast noch das Fabrikat erkennen kann. Es gibt aber auch Regionen die weit schlechter erfasst sind, so dass man Straßen und Wege teilweise nur erahnen kann. Kamtschatka gehört leider zur zweiten Kategorie. Ein Problem bei Google Earth insbesondere was die Region an der Westküste Kamtschatkas anging stellte die dort wohl permanente Wolkendecke dar. So war in dieser Region ein erkenen von Wegen und Strassen leider nicht möglich. Nichts desto trotz, gerade beider Planung der Zhupanova Tour war die Software eine große Hilfe und ein geniales Werkzeug. Ich habe sämtliche Touren aus dem Kartenmaterial in Google Earth überprüft und teilweise auch das Kartenmaterial mit den Erkenntnissen aus Google Earth erweitert.

Fazit: Absolut empfehlenswert, bei Regionen die gut erfasst sind, wohl das beste Hilfsmittel überhaupt zur Planung von Touren. Ich kann allen die ähnliche Aktionen wie wir planen die Anschaffung der Software nur empfehlen.

 

Unterlauf der Udochka in TTQV4

Touratech QV4 diese tolle Software habe ich leider erst sehr spät bei der Planung unserer Expedition für mich entdeckt, Touratech QV4 ist sozusagen ein Konkurrenzprodukt zum Oziexplorer, TTQV4 ist wesentlich mächtiger, liest zusätzlich Vektorkartenmaterial ein, kann die magnetische Missweisung für beliebige Punke der Erde berechnen, arbeitet ganz hervorragend mit Google Earth zusammen usw. der für mich in dieser späten Phase wichtigste Grund für TTQV4 war aber, dass es mit diesem Programm auf ganz hervorragende Art und Weise möglich ist unsere Karten mit einem Koordinaten Gitter meiner Wahl zu versehen und diese auch über mehrer Seiten auszudrucken, zu schneiden und wieder zu neuen Karten zusammen zu kleben.

Fazit: Absolut empfehlenswert, kommt wohl so ziemlich mit fast allem an elektronischem Kartenmaterial klar incl. Garmin *.img Dateien, das kalibrieren gescannter Papierkarten ist super einfach, solange diese ein Koordinatengitter haben. Bei Karten ohne Gitter ist Oziexplorer jedoch praktischer, da man Wegpunkte an markanten Stellen in Google Earth setzen kann und diese dann zum Kalibrieren auswählen und verwenden kann.  Ich kann allen die ähnliche Aktionen wie wir planen die Anschaffung der Software nur empfehlen.

Opala Becken in Mapedit

Mapedit ist ein kleiner Editor zum erstellen der Karten für Garmin GPS Geräte. Er stellt zum gegenwärtigen Zeitpunkt wohl das Maß aller Dinge dar. Um recht komplexe Karten zu erstellen, benötigt man jedoch sehr viel Zeit und Ausdauer, Mapedit bietet die Möglichkeit in Oziexplorer kalibrierte Karten zu hinterlegen und diese dann nach zu zeichnen. TTQV4 hin oder her, spätestens an dieser stelle geht ohne Oziexplorer leider garnix mehr. Im Bild links ist ein Netz aus Höhenlinien südlich des Opala Vulkans im Bereich des Flusslaufes des Opala Flusses zu sehen, dieses Netz habe ich aus so genannten Geotiff's errechnet und in Mapedit geladen. Man bekommt auf diese Art und Weise ganz hervorragende Ergebnisse aber der Prozess ist sehr sehr aufwendig und langwierig (Rechenzeit für ganz Kamtschatka auf zwei Hochleistungsworkstationen bei 20 Meter Höhenlinien gut eine Woche!).

 

Home ] Nach oben ]

Senden Sie E-Mail mit Fragen oder Kommentaren zu dieser Website an: info@flyfishingteam.org .
Copyright © 2006 Kamtschatka 2006 Expedition
Stand: 05.04.09