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Tolmachova
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Die Tolmachova.....

.....entspringt im Osten des gleichnamigen Sees Tolmachova und im Norden des ebenso gleichnamigem 1415 m hohem Berg Tolmachova in 3 Armen (rechter, mittlerer und linker Tolmachova) und fließt ursprünglich nach deren Vereinigung in den See Tolmachova. Dieser wurde jedoch vor einigen Jahren etwa 30 m hoch angestaut, wodurch die 3 Flussarme heute teilweise über staut sind. Es wurde ein Wasserkraftwerk mit zwei Turbinen von jeweils 1 MW Leistung errichtet, dieses Kraftwerk versorgt mit einem zweiten größerem und neueren Kraftwerk (mit einer Leistung von 8 MW ) zusammen die Region um Ust'-Bol'sheresk und Apascha mit elektrischem Strom. Doch fügt sich der See trotz dem erheblichen anhebens des Wasserspiegels wunderschön in die Natur ein, der sehr kleine Staudamm ist fast nciht zu sehen und wenn man nicht unmittelbar vor dem Damm steht, denkt man der See ist so wie man ihn sieht natürlichen Ursprungs. Da der Energiebedarf aber auch wie überall in der Welt in dieser Region Kamtschatkas ansteigt wird an einem weitern Ausbau der Kraftwerke an der Tolmachova gearbeitet, dazu wird eine etwa 3 m starke Rohrleitung verlegt und eingegraben. Dieser Fluss bietet sich offensichtlich für die Energiegewinnung an, da er über ein extrem starkes Gefälle verfügt und unterhalb seines Ausflusses aus dem See zwei Wasserfälle von 5 m und 17 m Höhe überwindet. Wie mir von unseren russischen Freunden gesagt wurde, werden diese beiden beeindruckenden Wasserfälle wohl leider der Energiegewinnung zum Opfer fallen und dann schon im nächsten Jahr nicht mehr so zu sehen sein, wie ich sie im Jahr 2006 noch bewundern durfte.

 

 

Dies finde ich wirklich sehr schade, da insbesondere der große mit einer Höhe von 17 m absolut beeindruckend ist. Hier stürzt das Wasser mit einer unheimlichen Gewallt tosend über die Kannte des Wasserfalls. Für die Fischerei dürfte der Fluss und insbesondere  der gewaltige See wenig interessant sein, da die Hindernisse im Fluss für die wandernden Lachse nicht zu überwinden sind, doch weit gefehlt... nein, es gibt keine eingesetzte Population an Regenbogenforellen! Es hat sich im See und im Fluss oberhalb der Wasserfälle aus 80 erwachsenen Kokanee (eine stationäre Binnenform des Rotlachses) die im Jahre 1985 und weiteren 800 Jungfischen die im Jahre 1988 ausgesetzt wurden inzwischen eine stabile Population entwickelt, die inzwischen auch wirtschaftlich genutzt wird. Wie mir gesagt wurde unterliegen diese einem Zyklus von 4-5 Jahren laichen dann und sterben, dabei erreichen sie eine maximale Größe von etwa 50 cm. Leider hatten wir in diesem Jahr nur Fischen von gut 15 - 20 cm zu sehen bekommen. Für mich als Fliegenfischer also leider uninteressant, aber im richtigen Jahr sollte der See durchaus interessant sein. Ganz anders aber für die Russen, die den Fischen die z.B. massenhaft im Auslauf der Turbinen stehen mit kleinen Systemen ähnlich denen für Renken im Bodensee aber auch mit Handleinen einem schweren Blei und zwei großen Drillingen zum reißen von außen nachstellen. Dies ist nicht unbedingt das was ich unter Angeln verstehe, aber andere Länder andere Sitten und wenn wir ehrlich zu uns selber sind, den Fischen ist es wohl egal, Haken bleibt Haken. Da hilft auch keine Debatte über die oft doch so fairen und sportlichen Fliegenfischer. Die Menschen fischen hier weil sie Fisch essen wollen oder zum Broterwerb und das geht für mich so vollkommen in Ordnung. Aber ich muss auch sagen, die Fischsuppe aus frischen kleinen Binnenlachsen mit frischen Kräutern und dem wohl obligatorischen Schuss Wodka, die Igor für uns zubereitet hatte und zu der mich meine Freunde beim zweiten Besuch am See Tolmachova eingeladen haben schmeckte einfach ganz hervorragend. Der See Tolmachova war im Jahr 2006 mehr recht als schlecht mit einem normalem PKW zu erreichen, dies jedoch nur wenn man jemanden dabei hat der die Leute vom Kraftwerk oder der Baustelle kennt und sie das Fahrzeug passieren lassen. Ich war in diesem Jahr zweimal am See, mein erster Besuch war zu Beginn unserer Opala Tour und später noch einmal mit meinen russischen Freunden, was will ich aber damit sagen, es führen zwei Straßen aus Richtung Apacha kommend zum See die rechte Strasse führt über die Baustelle der Rohrleitung bei meinem ersten Besuch war sie passierbar bei meinem zweiten versperrte der gelbe Kran den Weg wir mussten so umkehren und den linken Weg mit dem Schlagbaum am Camp des Kraftwerks vorbei nehmen. Der Schlagbaum öffnete sich für uns erst nach längeren Diskussionen und einem Telefonat mit einem Vorarbeiter, für Fremde ist wohl ca. 10 km vor dem See mit dem Auto leider Endstation, aber zu Fuß geht es ja immer irgendwie weiter. Das Personal des Turbinenhauses war überaus freundlich und wir bekamen gleich eine kleine Privatführung durch das kleine Kraftwerk und einen Start der zweiten Turbine extra fürs Video. In unmittelbarer Nähe der Staumauer ca. 3 km gibt es noch zwei weitere Attraktionen, unmittelbar im Norden gibt es zwei wunderschön gelegene Seen in direkter Nachbarschaft, einmal den Bergsee Otkrytoye und den sehr bekannten Kratersee Chasha.  Nach einer Länge von etwa 25 km mündet die Tolmachova in den Fluss Karymchina.  

         

 

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Copyright © 2006 Kamtschatka 2006 Expedition
Stand: 05.04.09