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Zhupanova
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Opala Pymta Zhupanova Bystraja

 

 

Die Zhupanova Tour........

...wird für uns die dritte von insgesamt 4 Touren auf Kamtschatka sein. Die Zhupanova Tour ist die längste unserer 4 Touren und wohl auch die härteste, aber ich glaube wohl auch die Tour sein, die uns am meisten beeindrucken wird. Bis wir die Zhupanova zum ersten mal sehen werden werden wir 75 km Fußmarsc durch wegloses Gelände, das Tal einen Gebirgsflusses und über einen Bergpass hinter uns haben. Der erste Anblick der Zhupanova wird uns wie das Paradies auf Erden vorkommen.
 

Übersicht Zhupanova Tour

Zhupanova Tour (Karte 1)

Zhupanaova Tour Tal des Kamtschatka Flusses (Karte 2)

Zhupanaova Tour erreichen des Gebirges (Karte 3)

Zhupanova Tour der Weg über den Pashkaya Pass durch das Gebirge (Karte 4)

Oberlauf der linken Zhupanova (Karte 5)

Zhupanova Tour Stromschnellen 1  linke Zhupanova (Karte 6)

Zhupanova Tour Stromschnellen 2 u. 3 linke Zhupanova (Karte 7)


Die Stelle mit dem roten † in der Karte 7 ist der Ort meiner schlaflosen Nächte!!! An dieser Stelle muss es eine sehr gefährliche Stromschnelle geben. In dieser Stromschnelle ist eine Expedition russischer Geologen beim befahren der Zhupanova verunglückt und ums Leben gekommen. Unterhalb der Stromschnelle soll es ein kleines Denkmal (in den Karten ist es eingezeichnet), für die verunglückten Expeditionsteilnehmer geben, wir werden versuchen dieses Denkmal zu finden und aufzusuchen.

Zhupanova Tour mittlerer Lauf der Zhupanova und See Kareumskoe (Karte 8)

Zhupanova Tour Umstieg vom Zhupanova zum Apacha System (Karte 9)

Zhupanova Tour Ende Rafting auf dem Avacha Fluss (Karte 10)

 

 

Auch die Vorbereitungen für unsere Zhupanova Tour werden wir in Apacha treffen und von hier aus werden wir auch zu unserer 3. Tour aufbrechen. Aber diesmal wird etwas anders sein: Die Länge unserer Anfahrt. Wenn der Startpunkt für uns bei der Opala Tour und der Pymta- Tour nicht besonders weit von Apacha entfernt war, haben wir dieses mal erst einmal eine Fahrt von über 270 km vor uns. Wer sich etwas mehr mit Kamtschatka beschäftig hat weiss, dass das alleine schon ein kleines Abenteuer sein kann. Wir werden das Tal der Bystraya immer in der Nähe des Flusses bis über die Wasserscheide hinauf fahren, die das Einzugsgebiet der Bystraya von dem des Kamtschatka Flusses trennt. Nun werden wir immer weiter im Tal des Kamtschatka Flusses nach Norden fahren, hinauf bis zu der Ortschaft Kursanik. Nachdem wir hier angekommen sind werden wir uns wohl unseren ersten Lagerplatz suchen, um am nächsten Morgen die äußerst anstrengende Tour Richtung Gebirge in Angriff zu nehmen. Als erstes gilt es dann wohl den Kamtschatka Fluss zu überqueren, hierfür haben wir wohl zwei Möglichkeiten, der Fluss Kamtschatka ist in dem Bereich gut 130 Meter breit, da wird wohl ein durchwaten nicht mehr möglich sein. Es soll hier aber wohl eine Fähre geben, die wir benutzen können, aber wir haben ja unser Boot. Somit stellt die Überquerung des Kamtschatkaflusses für uns kein größeres Problem dar, egal an welcher Stelle auch immer. Wie man in Karte 1 gut sehen kann wird uns unser weiterer Weg über den östlichen Gebirgszug, den "Wostochny", führen; es gibt einen Bergpass den wir benutzen werden. Dieser Gebirgszug grenzt das Tal des Kamtschatka Flusses nach Osten gegen die Pazifikküste ab. Zunächst werden wir den Kamtschatka Fluss überqueren und das Tal des Kamtschatka Flusses nach Osten durchwandern, bis wir den Fluss Kitilsina erreichen. Nachdem wir den Fluss überquert haben,
 werden wir ihm in Richtung Gebirge folgen. Diesen Weg ist 2004 eine Ukrainische Gruppe gegangen, ich habe den Bericht und die Karte gesehen, die Leute sind fast nicht vorwärts gekommen, das Gelände muss in dem Gebiet echt heftig sein, die Tagesmärsche der Gruppe waren am Tag 1 = 4 km, am Tag 2 = 14,5 km, am Tag 3 = 6 km, am Tag 4 = 4,5 km, am Tag 5 = 4,7 km, am Tag 6 = 7,2 km, am Tag 8 = 10,7 km, am Tag 9 = 7,7 km. Das ergibt ca. 59,3 km;  59,3 km/ 9 Tage = 6,59 km/Tag!!!!!! Das bedeutet 6,6 km/Tag. Bei einer angenommenen "aktiven Zeit" am Tag von 10 Stunden ergibt das 59,3 km /(9*10 h)= 0,659 km/h, also 659 m/h!!Nun, 659 Meter pro Stunde, das ist gar nichts, das Gelände muss wirklich die Hölle sein, leider war es uns bis zum heutigen Tag nicht möglich, die Gruppe zu kontaktieren, da sie sich im Moment auf einer Treckingtour quer durch Afrika befindet. Wir wissen von einem lokalen Führer der die Gruppe kennt nur folgendes:..... 1. die Leute waren absolut fit, 2. sie haben sehr schweres Gepäck getragen wie wir auch, 3. sie haben den Pfad wohl nicht gefunden, 4. die Vegetation bis zu den Bergen und der Pashkaya Pass selbst muss absolut heftig sein, 5. alle Einheimischen und Kenner der Gegend die wir kontaktiert haben raten uns dringend, uns für den Weg bis zum linken Zhupanova einen lokalen Führer möglichst mit Gewehr zu nehmen! In Karte 2 ist die Durchquerung des Tal des Kamtschatka Flusses Richtung Gebirge zu sehen. Die blaue Linie ist die Route der Ukrainischen Gruppe, die rote Linie stellt den Weg dar, den wir uns nach gründlicher Vorbereitung erarbeitet haben. "Unser Weg" sieht deutlich trockener aus, wir hoffen, so deutlich schneller voran zu kommen. In Karte 3 ist der Weg beim Erreichen des Gebirges zu sehen, blau ist wieder der Weg der Ukrainer dargestellt, unsere Route ist die rote Linie.
Karte 4 zeigt den Weg über den Pashkaya Pass Richtung linke Zhupanova durch das "Wostochny" Gebirgsmassiv, auf dieser Strecke wird unser Weg in etwa dem der Ukrainer gleichen, da es in den engen Tälern eben nur den "einen Weg" gibt. Dafür wird
uns nach den Anstrengungen der letzten Tage der Blick auf die linke Zhupanova, unser erstes Ziel entschädigen. Nachdem wir am Fluss linke Zhupanova angekommen sind werden wir einen geeigneten Platz für unser Nachtlager suchen und unser Lager aufschlagen. Hoffentlich ist dann noch etwas Zeit um erste Fischkontakte im Fluss zu knüpfen. Die Zhupanova ist neben dem Aufstieg an verschiedenen Pazifik Lachsen vor allem für die phantastische Regenbogen und Steelhead Fischerei bekannt. Ich habe also berechtigte Hoffnung, dass es für ein Abendessen reichen wird. Am nächsten Morgen werden wir beginnen dem Lauf des Flusses stromabwärts, und damit nach Süden zu folgen. Hier oben ist die Zhupanova noch ein kleinerer, schnell fließender Gebirgsfluss mit einer Breite von etwa 25 Metern. Da die Flüsse in Kamtschatka meist nicht besonders tief sind hoffe ich, dass der Fluss hier oben schon tief genug ist um Ihn durchgängig mit unserem Boot
befahren zu können. Auf dem Weg nach Süden auf
der linken Zhupanova werden wir unzählige kleine und größere  Zubringer (Flüsse) passieren. Die interessantesten werden wir auch befischen, leider sitzt uns aber auch unser Zeitplan im Nacken und da wir hier im Moment eigentlich noch gar nichts planen können lassen wir es! Läuft es beim Anmarsch zur linken Zhupanova gut, haben wir genug Zeit die Gegend zu erkunden und einige Nebenflüsse zu befischen, läuft es aber schlecht müssen wir versuchen auf dem Fluss die verlorene Zeit wieder aufzuholen. Es dauert nicht allzu lange, (siehe Karrte 5) etwa 16 km nach dem Start unserer Raftings, bis die Zhupanova den ersten größeren Zubringer den Werx Stan aufnimmt. Spätestens von hier an wird sich die Frage nach ausreichend Wasser für unser Boot nicht mehr stellen. Wir werden uns in diesem Bereich nach einem ersten Lagerplatz umsehen und die Nacht hier verbringen. Etwa 34 km vom Startpunkt unserer Raftingtour entfernt werden wir uns der ersten Herausforderung stellen, die erste Schwelle (siehe Karte 6) mit den damit verbunden Stromschnellen wird für den zweiten Tag auf dem Fluss den Abschluss bilden. Falls hier etwas schief gehen sollte,
so haben wir über Nacht die Chance etwas trocknen zu können. Nach etwa 48 km auf dem Fluss werden wir am 3. Tag die zweite Schwelle (siehe Karte 7) im Fluss passieren. Nach etwa 70 km auf dem Fluss und am 4. oder 5. Tag werden wir in einer scharfen Linksbiegung des Flusses,  in der er zudem noch durch ein sehr enges Tal wie in ein Korsett gepresst wird, sehr schwere Stromschnellen erreichen. Ich habe diese Stelle in Karte 7 mit einem roten Kreuz markiert. Zu allem Überfluss strömt unmittelbar vor der engen Kurve noch ein großer rechter Zubringer in die linke Zhupanova, hier muss das Wasser wohl regelrecht durch das Tal gepresst werden. An dieser Stelle muessen die Teilnehmer einer russsischen Expedition, bestehend aus Topographen oder Geologen, wohl 1941 verunglückt sein. Unterhalb der Stromschnellen muss das Grab
oder ein Gedenkstein zu finden sein. In den Karten steht an dieser Stelle MOGILA STEPANOVA = Stepanov’s Grab. Wir werden versuchen die Stelle zu finden, an der der Stein steht. Nach 88 km auf dem Fluss und einer weiteren Tagesreise werden wir den
Zusammenfluss aus linkem und rechtem Zhupanova erreichen (siehe Karte 8). Unterhalb dieser Stelle befindet sich in 25 km Entfernung von der Zhupanava der See Kareumskoe, dieser See soll einfach nur atemberaubend sein und eine fantastische Fischerei auf Lachse bieten, die diesen See zum Laichen aufsuchen. Wenn es im Rahmen des zeitlich möglichen liegt, möchten wir auch dem See einen Besuch abstatten. Nach insgesamt 120 km die uns die Zhupanova nach Süden getragen hat werden wir die Zhupanova nach 

ca. 9 Tagen verlassen und dem Flusslauf des Dsenbsur ca. 25 km stromaufwaerts folgen (Karte 9). Bei diesem kleinen Fluss scheint es sich um einen wirklich wilden Gebirgsfluss zu handeln, der hoffentlich einen guten Bestand an Forellen aufzuweisen hat. Diese Strecke entlang des Flusses müsste eigentlich in einem Tag zu bewältigen sein. Anschließend bewegen wir uns etwa 10 km über ein Plateau, das eine natürliche Wasserscheide zwischen dem Zhupanova und dem Avacha Flusssystemen darstellt und auf den Karten ziemlich feucht aussieht.  Nachdem wir das Avacha System erreicht haben, werden wir den Avacha noch etwa 46 km hinunter fahren, das müsste in zwei Tagen ohne größere Probleme zu bewältigen sein. Unsere Russischen Freunde haben uns gesagt, dass der Avacha Fluss, wenn er besiedeltes Gebiet erreicht, nicht mehr sonderlich interessant für die Fischerei wäre. Deshalb werden wir den Avacha Fluss schon bei der Stadt Kurijaki verlassen. Dadurch bietet sich für uns aber auch eine zusätzliche interessante Option an! Wir haben an dieser Stelle die Möglichkeit vom Tal des Avacha Flusses über einen Bergpass zur Bistraja zu wechseln und so Tour 3 und 4 zu kombinieren und somit sozusagen "die Megatour" überhaupt zu machen. Das ist aber eine Entscheidung, die wir erst vor Ort treffen möchten, diese Entscheidung hängt auch sehr stark von unserem Zeitplan und dem Zustand unserer Ausrüstung, sowie unserer Kraftreserven ab. Ansonsten steht uns von hier an die Rückreise auf dem Landweg nach Apacha wie bei den vorangegangenen Touren noch bevor; wobei ich der Bystraya Variante den Vorzug geben möchte, zumal die Ortschaft Kurijaki die Möglichkeit zum Einkaufen und Erneuern der Vorräte, insbesondere auch zum Kaufen von Benzin für die Kocher bieten würde. Ich denke, wir werden die Variante die 43 km bis zum Tal der Bystraya zu Fuss zurück zu legen der Möglichkeit uns nach Apacha fahren zu lassen wohl vorziehen. Somit verbindet sich Tour 3 und Tour 4  zu einer Tour und wir nutzen so Tour 4 gleichzeitig um nach Apacha zurück zu kommen . Dadurch müssten wir eigentlich auch einen gewissen Zeitvorteil erzielen können und so 2 -3 Tage Zeit gewinnen. Zeit die wir dann haben um die beeindruckende Natur Kamtschatkas etwas länger zu genießen.   

   

 

Unsere Zhupanova Tour führt uns zu Beginn ganz in die Nähe des staatlichen Kronotzky- Biosphärenreservats, das ist über 1 Mio Hektar groß und befindet sich nördöstlich unseres Weges. Innerhalb des Gebietes liegen u.a. der Vulkan Uzon und das Tal der Geysire. Gern würden wir auch dem Kronotzky- Biosphärenreservat einen Besuch abstatten, ebenso dem kultur-historisch bedeutsamem Ort Esso, nur leider reicht dafür eben unsere Zeit in Kamtschatka nicht.

Aus dem Kronotzky- Biosphärenreservat sind 37 Säugetierarten, 212 Vogelarten und über 600 Pflanzenarten bekannt geworden.
Außerdem beherbergt es 9 tätige Vulkane und 10 Thermalquellen. Im Tal der Geysire brechen unregelmäßig 25 Geysire aus, mal blubbernd, mal glitzernd in die Höhe schießend. Der Pfad führt vorbei an heißen Becken, die hellblau aufgrund des Schwebelehms erscheinen und an kochenden rostroten Schlammkesseln, die durch Eisenoxid gefärbt sind. Vom Tal der Geysire aus gibt es eine 16-km-Wanderung durch Steinbirkenwald und Heide zur Uzon-Caldera, einer riesigen Senke im einstigen Krater, die malerisch von Bergketten eingerahmt wird. Besonders im Frühsommer befinden sich hier viele Bären zum “Grasen“ ein. Aber vielleicht findet sich ja doch eine Möglichkeit, auch diese malerischen Flecken Kamtschatkas zu besuchen. Denn weit ist es nicht von unserem "Weg" entfernt.

 

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Copyright © 2006 Kamtschatka 2006 Expedition
Stand: 05.04.09